Stadt Langenburg

Seitenbereiche

Gäste

Bürger

Seiteninhalt

Aktuelles aus dem Rathaus

Keimzeit. Austellung von Sabine Naumann-Cleve und Barbara Schmitz-Beckerbeim Hohenloher Kunstverein

Ausstellungseröffnung beim Hohenloher Kunstverein
Keimzeit
Ausstellung von Sabine Naumann-Cleve und Barbara Schmitz-Becker
Sonntag, 15. September 2019 11:00 Hofratshaus Langenburg


Die Darstellung der Natur ist in der Kunstgeschichte durch die Jahrhunderte ein wiederkehrendes Thema. Doch wie stellt sich das heute dar?
Beeinflusst uns das heutige Wissen der Wissenschaft? Wie spiegelt sich die Natur in der Kunst?
Künstliche Natur? Welchen Platz räumen wir der Natur in unserem Lebensraum noch ein?
Wo ist heute noch ursprüngliche Natur zu finden? Insektensterben, Monokultur und Klimawandel, Mangelernährung … wie gewinnen wir die Natur für uns zurück?
Der Mensch ist Teil derselben und kann ohne deren Weiterexistenz nicht überleben.
Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Künstlerinnen Sabine Naumann-Cleve und Barbara Schmitz-Becker in ihrem Werk. Für den Hohenloher Kunstverein möchten sie diese Themen weiter ausarbeiten und planen „inszenierte“ Naturräume.

Sabine Naumann-Cleve, 1955 in Essen geboren, ist Künstlermitglied im Hohenloher Kunstverein. Im Spannungsfeld zwischen drohender Klimakatastrophe, naivem Fortschrittsglauben, Ökologie und Ökonomie setzt sich Sabine Naumann-Cleve mit der Bewahrung der Natur und ihrer Lebensräume auseinander. Biologische Vielfalt, Schönheit der Tier- und Pflanzenwelt, Bodenfruchtbarkeit, Auswirkungen menschlichen Handelns und Umweltveränderungen sind Inhalt ihrer Arbeiten.
Sie veranschaulicht in einer Fortführung ihrer 2017 begonnenen Installation „Speisekammererde“ die Wiedergewinnung von fruchtbarer Erde. In einer weiteren Arbeit macht sie den Zusammenhang von (Land-)Wirtschaft und Insektenvorkommen bildhaft: vergrößerte Insektenkörper, die sie aus geschredderten Geldscheinen konstruiert. Private Familienfotos verarbeitet sie zu, an Bienenwaben erinnernde, fragilen und schwebenden Raumobjekten. Für ihre Objekte verwendet sie Materialien, die sie in ihrem direkten Lebensumfeld findet.

Barbara Schmitz-Becker, 1968 in Osnabrück geboren, arbeitet seit 2012 für das von ihr initiierte Eden Zwo Labor, das in unterschiedlichen Rauminstallationen einzelne wissenschaftliche Details der Natur thematisiert und Bezug auf das „Svalbard Global Seed Vault“-Projekt des Welttreuhandfonds für Kulturpflanzenvielfalt nimmt. Dieses prägt seither ihr künstlerisches Schaffen. Ihre Arbeiten untersuchen einzelne wissenschaftliche Details der Natur, die sie dann in Installationen thematisiert.
So umgesetzt, werden sie im künstlerischen Werk zu etwas Neuem, Eigenen:
Arbeiten wie die „Flugsamen“, „Cumulus“ (dreidimensionale Raumzeichnungen aus Draht) oder das „Herbarium“ (Monotypien DinA4 kombiniert mit gehäkelten Drahtobjekten) sind Beispiele ihrer Naturforschung.

Die Ausstellung im Hofratshaus in Langenburg (Adresse: Schloss 12) wird am Sonntag, 15. September 2019 um 11.00 eröffnet. Renate Ziegler, 1. Vorsitzende des Hohenloher Kunstvereins, hält die Grußworte, Claudia Scheller-Schach, Kunsthistorikerin M.A. die Einführung.
Im Rahmen der Langenburger Herbsttage lädt Sabine Naumann-Cleve für Samstag, 5. Oktober 2019, 12:00 zu einer dialogischen Führung „Reden über Kunst“. Die Finissage findet am Sonntag, 20. Oktober 2019 um 15:00 statt.
Öffnungszeiten: mittwochs 14:00 – 17.00. samstags, sonntags, feiertags 11:00 – 17:00
Infos unter 07905 711 zu den Öffnungszeiten oder unter info@hohenloherkunstverein.de